Information:
Jeder der die Autobahn von Berlin nach Hamburg befährt,
hat sie schon gesehen. Direkt an der Abfahrt am
Eingang des Städtchens steht die Wittenburger Mühle. 1890 läßt der Mehlhändler
Karl Köster die Windmühle aus Schwerin hierhin umsetzen.
Sie
ersetzte eine alte Bockwindmühle. In den Kriegsjahren
verfiel sie. Nach Instandsetzung lief sie einige
Jahren wieder mit Windkraft,
erhielt Kraftstrom und arbeitete dann bis 1971 mit
Motorkraft. 1979 gelangt die Mühle in
Stadtbesitz und wurde seitdem als Museum genutzt.
Heute gehört die Mühle zu den wenigen, die noch
über ihre originale Mahltechnik verfügen. Doch die Zukunft
ist ungewiß. So ist einerseits das Umfeld der Mühle
mit einer großen Gewerbeansiedlung stark verbaut.
Anderseits ist der Bauzustand gelinde gesagt besorgniserregend.
Kappe und Flügel mußten schon wegen Einsturzgefahr abgenommen
werden. Auch das Hauptfachwerk der Achtkant weist neben der toxischen
Belastung
durch Holzschutzmittel schwerste Schäden auf. Hoffen
wir trotzdem, daß ein Erhalt noch gelingt.